Donnerstag, 29. November 2007

Kurioses und verrücktes

Ja, ich lebe noch. Keine Angst. Ich versinke nur in meinen Prüfungssachen. Ich bin jeden Tag von morgens bis abends an der Uni. Falls man mich erreichen will geht das am einfachsten per E-mail im Moment, selbst wenn ich manchmal nicht antworte.
Aber jetzt zum eigentlichen Post.
In der Zeit die ich hier war hab ich doch schon einiges kurioses gesehen und gelesen von und über Irland. Ein paar Beispiele hier und heute:
Irish Pubs / Alkohol:
1. Es gibt hier in einem Pub nichts zu essen. Für Deutsche kann das eine schokierende Erfahrung sein.
2. Die Pubs sind wie die Tasche von Mary Poppins: man steht davor und denkt es ist winzig und man geht rein und staunt darüber das der Pub drei bis zehnmal so groß ist wie er von außen aussieht.
3. Die Iren schaffen es punkt 1 zur Sperrstunde stockbesoffen zu sein. Ist eigentlich schon ne eigene Kunstform.
4. Man kann hier Samstag abends nach halb zehn und Sonntag vor 1 Uhr keinen Alkohol kaufen. Die wollen das man wenigstens nüchtern in der Messe erscheint.

Kleidung:
1. das eine extrem: Jogginhose, Kaputzenpulli, Turnschuhe... oder Jogginanzüge die aussehen wie Schlafanzüge, hab ich auch schon gesehen...
2. die Tusse: Der Rock ist kürzer als es gut aussehen würde, die Muster sind Grell und Bunt, die Schminke immer ein bisschen zu viel... und das Dekolte zu tief. Und die Schuhe zu Hoch. Oder es muss glitzern. Eins von Beidem. Also heute hab ich eine gesehen die hatte einen sehr kurzen Mantel an (ging gerade bis über den Po) und da war ich anfangs leicht geschockt weil ich dachte sie hätte nix drunter. sie hatte was drunter, das noch kürzer war. O.O Kein Wunder das die Jungs einen hier gern mal angrabschen. ist ja auch ne Einladung sowas. Nur doof wenns keine Irin ist und die einen dann anbrühlt, da gucken die Jungs dann wie Autos.
3. Weitere interessante Dinge: Gemusterte Strumpfhosen... man sollte keine gemusterten Strumphosen anziehen wenn man Krautstampfer hat. Was die meisten Irinen leider haben.

Cork:
1. Cork ist eine selbstreinigende Stadt. Zumindest munkelt man das hier ;) weil man nie jemanden putzen sieht es aber morgens immer sauber ist. Die ganze Kotze und der Mülle den die jungen Iren hinterlassen ist morgens weg. Sehr beeindruckend. Nur ab und an muss man der Hundescheiße ausweichen. Die räumt sich nicht von alleine weg.
2. Cork sieht im Moment aus als wäre ein Weihnachtsmarkt explodiert. Ich hab noch nie so viele Lichterketten gesehen. Und ich glaube nicht das das schon das Ende ist, jeden Tag wird es mehr.

UCC:
1. Man hat hier nur unterrichtsstunden die keine 60 minuten lang sind.
2. Es gibt hier mehr Unimagazine und Zeitungen als es an mancher Stadt Zeitungen gibt. Das Motely, den Express, diese Musicding... wir haben auch ein uniradio glaub ich.
3. Die Bibliothek macht ziemlich früh zu. Und man darf nur 6 Bücher ausleihen.
4. Wir haben eine College Bar, eine Starbucks, noch einen Uni Pub, ein Unicaffee, einen Unisouvenirladen, eine eigene Bankfiliale, einen Buchladen, einen kleinen Lebensmittelladen, einen Schreibwarenladen usw. auf dem Kampus. O.O
5. Man behauptet es würde hier die schönsten Studentinen Irlands geben... na dann.
6. Der Rasen in der Uni leuchtet wenn die Sonne drauf scheint. Ich glaub die Spritzen Leuchtstoff statt dünger...

Das Irische Gesundheitssystem:
1. Hält sich selbst für ein Weltklassegesundheitssystem. Ich schmeiß mich weg vor lachen. Ist eigentlich nicht lustig, aber es ist höchstens ein drittweltgesundheitssystem... Ich kann da Lieder von singen nach meiner Ärzteodyssee letzte Woche.
2. Kann einem schon passieren das einen der Arzt ansteckt. Ich hab den Husten ganz sicher von dem Arzt der mich Sonntag die ganze Zeit angehustet hat.

Mehr fällt mir nicht mehr ein
Bis bald
Jenny

Samstag, 24. November 2007

Elternbesuch

Diese Woche hatte ich Besuch aus der Heimat. Der letzte Besuch für dieses Jahr. und von meinen Eltern. Das war schön sie auch mal wieder zu sehen. Drei Tage hab ich also Fremdenführer durch Cork gespielt. Wir haben ganz viel geshoppt, denn wer jemals in Cork war weiß das die Partricks Street einfach ein Shopping Paradies ist und man sich da sehr gut verweilen kann. Dienstagabend war großes "Deutsches Treffen" bei mir, da es Kässpätzle gab. Da lies sich doch keiner zweimal bitten. Und den Franzosen hats auch geschmekt. Die waren auch toll, bekomm schon wieder Hunger beim nur dran denken.
Mittwochs waren meine Eltern dann alleine unterwegs (zum Beispiel im English Market). Mittags haben wir bei mir Kaffeegetrunken und abends waren wir erst Fish and Chips (oder Chips mit allem mögliche) essen. Kein Wunder das ich hier zugenommen hab bei dem essen oder? Und danach waren wir im Sin É gemütlich dem irischen Alkohol frönen.Donnerstags waren wir erst in St. Finbarres Cathedral und danach bei der Beamishbrauereiführung. Da waren unglaublich viele Studenten. Klar, wos Freibier gibt sind Studenten immer ;). War sehr interessant, selbst wenn man wie ich schon in der Jamesondistillery und in der Guiness Experience war. Beamish ist nämlich das ältestes Irische Stoutbier. Den Rest vom Tag waren wir wieder ein bisschen shoppen. Ich habe neue Schuhe, eine neue Tasche, eine neue Jeans und noch so einiges andre. So viel shoppen war ich schon lange nicht mehr. Abends waren wir beim Chinesen. Sehr lecker, den kann ich weiterempfehlen.
Das war auch schon wieder der Besuch. Jetzt bin ich wieder alleine, am Husten und am lernen. Toll!
Grüße
Jenny
PS: Es weihnacht

Donnerstag, 22. November 2007

Thanksgiving

Thanksgiving Frühstück mit den Amerikanern. Wir haben einfach früher in Irisch schluss gemacht und da ich eh gerade zeit hatte eine Stunde hab ich mich angehängt (und versucht amerikaner zu sein *g*) War wirklich lustig. Und es gab lecker muffins, Mangopudding, Schokopudding, Melone usw. Die Amerikaner wissen schon wie man ein schönes Frühstück gestaltet. Komisch war nur das es einen Tag vor Thanksgiving war, das ja bekanntlich heute ist.Kat und Megan. (Und das leckere Frühstück ;))
Möchte vielleicht jemand von euch ein paar Amerikanern Konstanz zeigen? Josh aus L.A. und Elizabeth aus Östereich ;) Ich war nicht die einzige nichtamerikanerin am Tisch!
es kann sein das die auch an den See runter fahren und es wäre nett wenn sie jemand ein bisschen rumführt. Die kommen die Woche vor Weihnachten. Wer schreit hier?

Sonntag, 18. November 2007

WG Leben

Auch wenn es manchmal etwas stressig sein kann in einer WG zu Leben hat es auch seine schönen Seiten. Wenn man mal geregelt hat wer was wann zu putzen hat und es dann langsam auch mal klappt kann man sich den schöneren Seiten des WG-Lebens widmen. Man kann zusammen kochen und dabei gleich den deutsch-französischen Kulturaustausch kullinarisch auf die Spitze treiben. Oder man kann einfach einen schönen WG Fernsehabend machen. Zumindest zu dritt haben wir das hingekriegt. Ok, die meiste Zeit nur Lise und ich aber das ist auch lustig, wir verstehen uns prima. Deshalb haben wir uns Samstag auch schön zusammen vor X Factor gesetzt (Das Englische Deutschland sucht den Superstar Gegenstück) und schön was gegessen. Danach haben wir noch beschlossen Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil) zu gucken. JF hat sogar einen Teil des Films durchgehalten. Aber ich glaube da war zu viel Romantik und zu wenig Aktion drin für ihn. Dazu gabs lecker Popcorn.
Und heute haben Lise und ich zusammen ein bisschen Winterzauber in der Küche verbreitet. Schaut selbst, schöne schneeflöckchen am Fenster! Und ein Schneemann ist auch schon da. Jetzt kann der Dezember ja kommen ;)
Liebe Grüße
Jennifer

Samstag, 17. November 2007

Zwei Monate

Heute vor zwei Monaten bin ich nach Irland aufgebrochen und ich finde es ist die richtige Zeit für ein erstes Resümee. Über Irland, einen Auslandsaufenthalt und neue Anfänge.

Jedes Mal wenn man umzieht fängt man quasi wieder bei Null an. Man kennt die Stadt nicht, man weiß nicht wie die neue Wohnung sein wird oder die Gegend in der man lebt und man hat keine Familie, keine Freunde vor Ort die einem Helfen. Das letzte trifft bei mir nur teilweise zu. Immerhin war Rebecca schon hier bis ich herkam was mir den Start sehr erleichtert hat. Dennoch gibt es Momente in denen man unglaubliches Heimweh bekommt. Man vermisst es einfach Freunde anrufen zu können und sich auf einen Kaffee zu treffen. Oder nach Hause zu fahren und die Familie zu sehen. Oder einfach mal wieder ein Wochenende beim Freund zu verbringen. Und manchmal kommt das auch alles zusammen, dass sind die schlimmsten Zeiten.

Aber das sind meistens Gott sei dank nur Phasen und die meiste Zeit hat man gar keine Zeit Heimweh zu haben. Man lernt viele neue Leute kennen, man lernt eine andre Kultur kennen und meistens lernt man auch eine neue Sprache… auch wenn die Iren angeblich Englisch sprechen ist man am Anfang mit dem Starken Akzent doch ein bisschen überfordert. Es passiert auch jetzt noch das irgendwo auf dem Markt jemand etwas zu mir sagt und ich einfach nur denke „What the F***?“. Aber ich habe in Dublin gesagt bekommen dass man mir anhört, dass ich aus Cork komme. Oh Gott, es färbt schon ab O.O!

Und Irisch ist wirklich auch keine Einfache Sprache. Man schreibt einfach nichts so wie man es schreibt. Sehr seltsam. ;) Ein Beispiel: Dhi Dhuit (gesprochen Diuchit). Und das ist noch ein einfaches Beispiel, andre kann ich mir gar nicht merken ;)

Weitere Erkenntnisse: Cork ist die richtige Stadt für mich gewesen. Ich bin mittlerweile froh hier gelandet zu sein und nicht in Dublin. Selbst wenn das Trinity eine Zierde für meinen Lebenslauf wäre, was bringt mir das wenn ich nicht glücklich bin in der Stadt. Und das bin ich die meiste Zeit in Cork. Es ist eine schöne Stadt mit genau der richtigen Größe. Man hat alles was man braucht, aber es ist nicht so übervoll wie Dublin. Und es ist viel sauberer. Auch wenn man Nachts manchmal aufpassen muss dass man nicht in erbrochenes tritt, morgens ist die Stadt blitzblank, bis auf Hundehaufen ab und an.

Nun zu den Iren. Ich muss sagen, es ist doch schwerer Iren kennenzulernen als man denkt. Man landet automatisch in der International Students Community. Das heißt man kennt plötzlich Leute aus ganz vielen Ländern (und vor allem ganz viele Deutsche aus andren Städten) aber kaum wirklich Iren. Bis jetzt sind es fünf. Drei davon durch unsre Photography Society. Zwei wohnen in der WG unter uns. Schon lustig wenn man bedenkt das man in Irland wohnt. Aber ich bin ja auch erst zwei Monate hier. Six to go then.

Aber was man sonst so von den Iren sieht ist schon sehr interessant. Sie sind ein nettes, aufgeschlossenes Volk. Ich hab auch noch nie so nette Busfahrer gesehen wie hier. Die sind so hilfsbereit. Richtig überraschend für mich als Deutsche. Auch wenn man die Leute auf der Straße fragt, sie helfen einem immer. Sie sind einfach ein unglaublich nettes Volk mit dem man schnell ins Gespräch kommt. Und sie haben nicht wie die Engländer ein Problem mit Deutschen. Das ist doch sehr angenehm.

Die Freshers (neulinge) an der Uni sind dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Die sind glaube ich grade mal 18 wenn sie auf die Uni kommen und lassen erstmal richtig die Sau raus. Wenn Mami mal nicht mehr mitkriegt ob man gesoffen hat oder nicht kann man auch nach Hause krabbeln. Und die meisten machen das auch jedes Wochenende und auch sehr häufig unter der Woche (vielleicht fangen die Vorlesungen deshalb frühestens um 9 an). Die Mädels leiden meistens unter gewaltiger Geschmacksverirrung was Klamotten angeht. Je kürzer desto besser, je größer der Ausschnitt, desto besser. Wirklich erstaunlich. Lustigerweise hat Irland ein absolutes Trinkproblem und ein absolutes Problem mit Teenagerschwangerschaften. Woher das nur kommt??? Vielleicht daher das viele junge Mädels hier nach einer gewaltigen Menge Alkohol einfach nicht mehr wissen was sie tun? Passiert, sieht man ziemlich oft. Man sieht auch oft das junge Mädels am Straßenrand liegen und einfach nicht mehr weiter nach Hause kriechen können. Eigentlich traurig.

Die Universität ist auch so ein Fall für sich. Der Standard ist definitiv anders. Ich darf hier als Undergraduate nur sechs Bücher ausleihen. Sechs Bücher O.O? Wie soll man denn da eine Hausarbeit schreiben? Und man kriegt mit 70 % noch einen First Class Honours Degree. Das entspricht anscheinen einer 1+ im Deutschen. Wahnsinn! Und das Studium ist eher leichter als schwerer! Hab ja meine erste Klausur schon geschrieben und gleich mal einen First Class Honours abgesahnt *yay* bin stolz auf mich :D. Bin mal gespannt wie mein erstes Essay war. Das ist immer schwer einzuschätzen.

Ein Fazit vielleicht an dieser Stelle: Irland ist wirklich schön, und ich bereue es nicht gegangen zu sein, aber ich vermisse euch alle! Ich hoffe ihr vermisst mich auch ein bisschen.

Kommentare sind übrigens definitiv erwünscht ;)

Das wars für Heute

Eure Jennifer

Montag, 12. November 2007

Dublin... finally

Die letzten Tage war ich mit Daniel in Dublin. Nachdem wir uns jetzt acht Wochen nicht gesehen hatten wurde es wirklich Zeit... aber ein Wochenend ist kurz und wir haben viel unternommen wie ihr gleich sehen werdet.Bei Nacht ist Dublin am schönsten, wie die meisten Großstädte eigentlich. Viele bunte Lichter überall. Das obere Bild ist mit Daniels Kamera gemacht, das untere mit meiner. Man siehts an der Verwackelung. Die kleine Kamera hat eben auch ihre Grenzen. Aber sie war ihr Geld definitiv Wert.
Ich hätte den Blogeintrag auch "Es weihnachtet sehr" nennen können, denn in Dublin wird man von Lichterketten quasi geblendet und singende Weihnachtsmänner und Schneemänner grinsen einen aus jeder Ecke an. Ich wollte ja nicht glauben das die so schlimm sind wie die Amerikaner, aber so langsam glaub ichs doch...wenn ich auf den Bildern drauf bin hab ich die logischweise nicht selber gemacht ;) das war dann Daniel.
Ich pick jetzt einfach Mal ein paar Highlights von Dublin raus. Sonst sprenge ich den Blograhmen ;). Ein Highlight war definitiv die Besichtigung der Guinnessexperience. Das ist ein Guinessmuseum, wo man erfährt wie Guinness gemacht wird, wers erfunden hat und was es so noch alles zu wissen gibt. Unten seht ihr auch das berühmte rubinrote Gesöff. Für die 14 € die man als Nichtstudent für den Spaß blecht kriegt man am Eingang eine Plastikeintritskarte (naja karte ist es nicht direkt) in der ein Tropfen Guinness eingeschlossen ist und am Ende in der Bar ein Guiness oder ein Alkoholfreies Getränk. Ich hab lieber eine Cola genommen und mir dafür hinterher ein T-Shirt gegönnt. Der Wasserfall ist auch im Guinessmuseum. Symbolisiert das kristallklare Wasser aus dem Guinnes gebraut wird.
Weitere Berühmte Dinge in Dublin sind: Die Wall of Fame, wo die berühmtestesn Irischen Musiker zu sehen sind. Ich hab nur U2 und Sinnead O'Conner erkannt. Die könnten ja wenigstens drunter schreiben wer das ist, vielleicht würde man sie dann eher erkennen.Das Great Famine Monument am Fluss Liffey. Sehr eindrucksvoll und ich glaube es trifft den Zustand damals doch richtig gut.
Eine weitere Berühmtheit: Molly Malone. Sie war die Tochter eines Fischhändlers und das schönste Mädchen der Stadt angeblich. Nachts hat sie dann im Horizontalen Gewerbe gearbeitet. Warum genau hat die Frau ein Denkmal?Der Stecken, offiziell Spire genannt ist anscheinend ein Denkmal für ein Denkmal für irgendeinen Krieg das in irgendeinem andren Krieg zerstört wurde. So ganz verstanden hab ich das ja nicht... die Spinnen die Iren. Praktisch ist es aber um den Stadtkern wieder zu finden. Das ist das Herz von Irland und das Ding sieht man ziemlich gut von weit weg. Wir waren natürlich auch im alt ehrwürdigen Trinity College. Und ich bin wirklich froh das ich in Cork gelandet bin. Mir gefällt die Uni nicht, und die Stadt auch nicht wirklich. Cork ist viel irischer, schnuckliger und die UCC ist viel schöner. So das wollte ich mal gesagt haben. Im Trinity kann man sich dafür das Book of Kells anschauen. Wirklich beeindruckend. Und die Long Hall ist auch sehr schön. Leider darf man da nirgends Bilder machen. Und man zahlt natürlich wieder mal schön Eintritt dafür. Touristen kann man halt gut ausnehmen.
Und am Ende eines jeden Tages waren wir müde und die Füße platt ;)Zum Schluss noch was zum Schmunzeln: Es ist leider wahr!
Gute Nacht, ich versuche endlich meine doofe Erkältung los zu werden.
Jennifer

Mittwoch, 7. November 2007

Arbeit

Nur ein kurzer Beitrag zum Thema "Die macht ja nur Party in Irland". Ich wollte schon länger mal anmerken dass das nicht der Fall ist hatte nur lustigerweise einfach keine Zeit die letzten zwei Wochen da ich gut damit beschäftigt bin zu lernen und zu schreiben. Dienstag hab ich nämlich meine erste Klausur geschrieben die ganz annehmbar war, denke ich. Und im Moment schreibe ich gerade einen 1500 Wörter Essay über meinen irischen Lieblingspoeten W.B. Yeats. Es ist eine Kunst eine wissenschaftliche Analyse über einen 37 Gedichte umfassenden Lyrikband in nur 1500 Wörter zu packen... wie soll das gehen? Komisch, wirklich. Wenn man erwähnt das man in Deutschland Hauptseminarsarbeiten mit 20 Seiten schreiben muss, dann wird man hier nur groß und entsetzt angeguckt. 20 Seiten? So unterschiedlich sind die Länderstandards eben.
Hier Mal ein Gedicht aus dem Lyrik-Band "The Wind Among the Reeds" über den ich gerade schreibe.
HE WISHES FOR THE CLOTHS OF HEAVEN
Had I the heavens' embroidered cloths,
Enwrought with golden and silver light,
The blue and the dim and the dark cloths
Of night and light and the half-light,
I would spread the cloths under your feet:
But I, being poor, have only my dreams;
I have spread my dreams under your feet;
Tread softly, because you tread on my dreams.

Liebe Grüße
Jennifer

Montag, 5. November 2007

Galway

Meine lieben, das wird ein sehr sehr bilderreicher Post. Und ich kann euch trotzdem nicht all die tollen Bilder zeigen die ich gemacht habe. Das sind nämlich knapp 250 Stück (und die sind schon aussortiert...).
Man sieht nicht das wir eine Photography Society sind oder? Nein. Ich denke das sieht man überhaupt nicht... Wir haben alle einen Schlüsselanhänger gekriegt und kriegen vielleicht sogar bald noch Society Pullis *yay*Schafstau ist nix außergewöhnliches in Irland. Kein Witz!
In Galway haben wir uns nur zum schlafen und weggehen aufgehalten, deshalb kann ich über die Stadt leider nicht viel sagen. Das was ich gesehen habe hat mir sehr gut gefallen und deshalb würde ich da auch gerne nochmal hinfahren. Toll finde ich das diese Stadt noch eine richtig irische Stadt ist und nicht so cosmopolitisch wie es Dublin schon zu sein scheint und man es in Cork so langsam auch merkt. In Galway findet man auf der Straße Künstler die noch Harfe spielen können, wie man an dem Video sieht.

Und man kann abends in einen Pub gehen und sich fast sicher sein das Livemusik ist. Und das schönste ist dann wenn die Leute spontan mitsingen oder eine kleine "Riverdance" aufführung hinlegen wie wir es erlebt haben. Leider hab ich davon kein Foto gemacht...
Auf der Hinfahrt haben wir uns gleich ein Schloss angeschaut dessen Namen ich irgendwie vergessen habe... Den Rest der vierstündigen Hinfahrt haben wir damit verbracht rauszufinden das die Iren in Erdkunde nicht so die Weltmeister sind. Zumindestens nicht der von der Society. "Was ist die Hauptsadt von Australien?" - "Brasilien?" Ahhhhhhhhhhhhhhhhh
Am gleichen Abend waren wir natürlich noch im Pub wo es Livemusic gab, wie ich oben schon geschrieben hab. und natürlich das ein oder andre Pint ;)
Am zweiten Tag ging es dann gleich auf nach Conemara. Für die die glauben dass das eine Stadt ist: falsch gedacht! Das ist nämlich eine Landschaft. Deshalb sind wir in der Stadt auf die manch Amerikaner gewartet hat auch nie angekommen :DDas Bild ist in Cong aufgenommen. Das ist eine Klosterruine mit sehr schönem Park, wo wir halt gemacht haben in Conamerra.
Leider hatten wir das ganze Wochenende kein bisschen Sonne (aber auch kein Regen!). Das gibt den Bildern aber noch mehr von der eigentümlichen Irischen Landschaft. Ich hoffe sie gefallen euch.
Am Tag drauf waren wir dann in den Burren und bei den Cliffs of Moher. Das sind die auf dem Bild. Hat sicher jeder schonmal von gehört. Das ist ziemlich hoch und es war empfindlich kalt (für irische Verhältnisse). Aber unser Busfahrer war toll, wir konnten immer sagen wenn wir irgendwo anhalten wollten um Fotos zu machen. Er wusste ja das er eine Photosociety durch die gegend fährt.Die Burren sind bekannt für ihre steinige Landschaft. Überall liegt Kalkstein herum. Bergeweise. Und überall hat jemand Mäuerchen gebaut. wer das nur war...
Das einzige negative am Trip war das wir viel zu wenig Zeit hatten um uns alles wirklich anzuschauen. Wer sich wirklich Irland richtig anschauen will sollte sich ein Auto nehmen und mindestens zwei Wochen einplanen. Noch besser ist auf den Straßen wahrscheinlich ein Motorrad, aber nur im Sommer.
Äußerst positiv ist das ich jetzt mit meiner Kamera richtig umgehen kann. Wir haben alles rausgeholt, alle einstellungen durchprobiert und alle seltsamen Filter und sonstige Sachen ausgereizt. War sehr spaßig aber auch manchmal verwirrend. Warum macht die Kamera das nichts so wie ich will? Naja, meistens macht sie was sie soll...
Das wars für heute
Jennifer

Galway und Tearman

I'm back. Was für ein Wochenende. Sehr anstrengend irgendwie und sehr schön. Ich hab nur so viele Bilder gemacht das es noch ein bisschen dauern wird bis ich sie online stellen kann. Deshalb wollte ich erstmal ein Lebenszeichen hier reinstellen. Der Galwaybericht kommt noch.
Gestern abend waren Rebecca und ich dann noch im Theater in "Tearman". Das war wirklich toll. Ein irisches Stück von der Irish Folk Company aus Tralee. Es ging um die Zeit vor und während der Great Famine und wie durch diese schreckliche Hungersnot in den 1840ern ein Stück der Kultur verloren gegangen ist. Bei der Famine starben vor allem die Bevölkerungsteile die der irischen Sprache und Tänze noch mächtig waren. Keiner weiß wieviele großartige Poeten, Tänzer und Redner bei dieser Katastrophe gestorben sind. Aber die Sprache wäre fast ausgestorben und die Engländer hätten es auch fast geschafft sie hinterher ganz auszurotten. Mit der Sprache eines Volkes geht auch ein Stück ihrer Kultur verloren, deshalb wird hier in Irland so viel Wert darauf gelegt das die Iren auch Irisch in der Schule lernen.
Wie gesagt ein tolles Stück mit viel Musik und Tanz. Der einzige Hacken an der Sache war, dass es komplett auf irisch war... aber musik ist fast so ein gutes Verständigungsmittel wie Sprache. Und wir hatten nette Iren neben uns sitzen die uns erklärt haben worums geht.
Liebe Grüße
Jenny

Donnerstag, 1. November 2007

Halloween

Die Vorboten sah man schon lange aus jedem Fenster grinsen und auch die kleinen Kinder sind schon seit Tagen furchtbar aufgeregt gewesen, denn Halloween ist eins der größten Feste in Irland. Was viele nicht wissen ist das dieser Brauch auch tatsächlich aus Irland stammt und nicht aus den USA. Die irischen Auswanderer haben ihn nach Amerika mitgebracht und die haben das Fest in die ganze Welt exportiert und kommerzialisiert. verkleidet damit der Geist nicht besitz von einem ergreift und sich jemand anders sucht. So weit so gut. Viel übrig ist vom urprünglichen Brauch nicht mehr. Früher hat man auch Rüben ausgehölt und kein keine Kürbisse. Eigentlich ist Halloween hier ein bisschen wie Karneval in Deutschland, nur das es nur einen Tag dauert und man sich deshalb auch schneller betrinkenEigentlich geht es an diesem Tag darum, dass die irischen Vorfahren glaubten dass sich am 31. Oktober diese Welt und die Anderwelt der Feen, Geister, etc., treffen und ein Geister oder was auch immer von einem menschlichen Körper besitz nehmen kann. Man hat sich also so unwirtlich wie möglich muss. Erstaunlich wie es die Iren schaffen Punkt 1 Uhr so besoffen zu sein das sie nach Hause kriechen müssen…Wir hatten auf jeden Fall das Glück das wir noch Karten für den größten Halloween Ball in der Stadt gekriegt haben im Gorby’s zur Freakscene. Der Name war Programm ;). Äußerst cool fand ich das sie erstmal Rocky Horror Picture Show gezeigt haben. Und so richtig mit vollem Programm: Reis schmeißen, Zeitung aufm Kopf, hab sogar gelernt das man auch Toast schmeißen kann (Wenn Frank N Further sagt: „A Toast“) Schon ulkig.

Lise, Paul, Rebecca und ich hatten auch schon viel Spaß beim vorherigen schminken. Ich war ein Teufelsche und Rebcca ein von einem Highheel getöteter Zombie. Teufel samt Glitzerhörnchen, Dreizack und Blinkeschwänzchen wohlgemerkt!
Ich hatte vorher noch nie falsche Wimpern, das ist wirklich eine Arbeit bis die da sitzen wo sie sollen und auch noch halten… Und Rebeccas Makeup war richtig aufwendig. Wir haben die volle Palette aufgefahren mit Latex und Fake Blood. Das ist übrigens ein prima Lippenstift dieses Fake Blut, das hält nämlich auch wenn man was trinkt. Aber bis ich das ganze Haarspray und toupieren wieder aus meinen Haaren hatte. Wie gut das Halloween nur einmal im Jahr ist, sonst würde das ganze ja in Anstrengung ausarten.

Aber gelohnt hat es sich allemal, war mal eine richtig schöne Party. Einmal richtig Halloween gefeiert zu haben sollte auf jedem Reiseplan draufstehen. Den Punkt kann ich jetzt ja abhacken.

Und am Wochenende geht’s nach Galway (mit Cliff’s of Moher etc.).

Aber ich möchte hiermit noch betonen dass ich nicht nur Party mache!!! Das kommt völlig falsch rüber hier im Blog. Die meiste Zeit bin ich zu Hause und lerne oder bereite meine Essays und sonstiges vor. Am Dienstag schreibe ich meinen ersten Test in Old English auf den ich gerade fast immer lerne wenn ich zu Hause bin. Und in zwei Wochen muss ich mein erstes Essay abgeben. Ist also nicht so als ob ich nichts zu tun hätte. Aber es ist schon erstaunlich das ich hier nicht mehr als 6 Bücher aus der Bibliothek ausleihen darf… da fang ich in Deutschland noch nichtmal an mit ausleihen…

Na gut, dann hör ich mal wieder auf zu schreiben, sonst krieg ich wieder beschwerden das die Blogeinträge so lang sind ;) Viel Spaß mit den Bildern und dem Video.

Slán

Jennifer