Samstag, 22. Dezember 2007

Cobh und Ho, Ho, Ho

Zuallerersteinmal eine Entschuldigung an alle bei denen ich mich in den nächsten Tagen nicht gemeldet haben sollte. Es ging mir ziemlich dreckig um es mal so auszudrücken da ich mir noch in Cork beim Chinesen eine Lebensmittelvergiftung geholt habe... so schnell sieht mich kein Chinese mehr. Mitlerweile geht es mir schon wieder etwas besser. Ich kann wieder essen, wenn auch nicht unbedingt das was ich will.
Noch ein Nachtrag zur letzten Woche. Wie im Post vorher schon erwähnt war mein Freund Daniel da und wir hatten ein paar sehr schöne entspannte tage (bis zur Lebensmittelvergiftung *grummel*). Den einzigen Ausflug aus Cork raus haben wir nach Cobh gemacht das ungefähr zwanzig Minuten mit dem Zug von Cork entfernt ist. Auf jeden Fall ist es eine kleine Stadt in der Bucht von Cork die früher mal Queenstown hieß. Berühmt geworden ist Cobh dadurch, dass es erstens einer der wichtigsten Auswandererhäfen in Irland war. Von hier aus sind Millionen von Iren nach Amerika aufgebrochen über Jahrzehnte hinweg. Andererseits ist Cobh (gesprochen Koaf) dafür berühmt das die Titanic dort ihren letzten Stopp hatte bevor sie abgesoffen ist nach dem kleinen Rendevouz mit dem Eisberg (ich denke die Geschichte kennt ihr alle). Auf jeden Fall ist Cobh eine schöne kleine Stadt mit einer tollen Cathedrale aber länger als drei Stunden kann man sich dort die Zeit eigentlich nicht so vertreiben. Naja, vielleicht kann man das schon wenns wärmer ist als im Moment. Es war ziemlich kalt. Im vergleich zu Deutschland ist es wohl immernoch warm gewesen aber trotzdem.
Und jetzt bin ich hier und genieße ein paar Tage in Deutschland. Ich hätte nicht gedacht das ich mich so sehr freuen würde wieder in Deutschland zu sein. Aber nach all den Krankheiten ist das denke ich auch verständlich.
Wir haben hier ganz tolles Winterwetter. Auch wenn es kein Schnee ist es ist immerhin weiß. Was es in Irland ja nicht gibt. Freu mich schon in der Photosociety Bilder zeigen zu können vom weißen Deutschland. Und vom Weihnachtsmarkt. Und vom Christbaum. Den hab ich heute geziert. Entwickelt sich so ein bisschen zur Tradition das ich den ziere. Und es macht mir auch sehr viel Spaß. Hier das vollendete Werk: Ist er nicht schön?
Liebe Grüße und schöne Weihnachten.
Jennifer

Sonntag, 16. Dezember 2007

Ein Blogeintrag für meine Schwester

Nachdem ich schon die ersten beschwerden bekommen hab das ich ja gar nicht mehr bloggen würde tu ich das einfach hiermit mal wieder. Ich bin halt auch erst Freitag fertig geworden mit allem. Klausuren sind anstrengend und zeitraubend. Und darüber gibts meistens auch nix zu schreiben. Außer das sie wie immer leichter waren als ich erwartet habe. Wir werden schon sehen was dabei raus kommt.
Letzten Mittwoch war dann die Weihnachsfeier von der Photosociety in der Newport Bar. War vielleicht ein etwas ungünstiger Termin. Die meisten waren nämlich noch so in Prüfungen und essays eingegraben das sie gar keine Zeit hatten zu kommen oder wie Tim einer unsrer Vorstände z.b. früher wieder gehen musste weil er noch ein paar Seiten zu schreiben hatte. Irische Weihnachtsfeier muten uns deutschen doch etwas seltsam an. Viele der iren rennen dann nämlich als Nikoläuse und läusinnen herum. Und dann singen sie besoffen Karaoke. Klar das macht man auch am besten besoffen aber dann such ich mir keine superschwere schnulze von Whitney Houston aus sondern gröle mit meinen Kumpels Footballs Coming Home ins Mikro... aber egal ;) Süßigkeiten gabs und der erste Drink ging auf die Photosociety und lustig wars auch.
Und Donnertag hab ich dann Rebecca verabschieden müssen. Die ist jetzt weg :( und jetzt bin ich alleine. Naja nicht wirklich alleine aber Rebecca wird mir schon sehr fehlen. Wir haben hier so viel zusammen erlebt und haben uns immer so gut verstanden. Ist einfach was anderes wenn man sich schon eine weile kennt als wenn man hier neue Leute kennen lernt.Rebecca und Veronica aus Italien!Rebeccas mama und Schwester haben sie abgeholst.
Und entgegen meiner eigenen Blogbehauptung habe ich natürlich nochmal besuch bekommen ;) Seit Donnerstag ist Daniel wieder hier, deshalb bin ich auch nicht viel Online im Moment falls sich jemand gewundert haben sollte.
Liebe Grüße
Jennifer
PS: Lili falls du das liest: Kannst du mal sagen wann ungefähr deine kleine Einweihungsfeier stattfinden soll?

Montag, 3. Dezember 2007

Weihnachtsstimmung

Für das das es letztes mal nur Text gab gibt es heute ganz viele Bilder.
Vom Wochenende und von der Weihnachtsstimmung die sich hier immens verbreitet. Schade nur das man vor lauter Essays und Klausuren noch gar keine Zeit hat es zu genießen.
Am Samstag war ich mit Anni spontan im Kino in Ratatouil (ist wahrscheinlich nicht richtig geschrieben) weil sie Geburtstag hatte. Und keiner war da. Da musste ich doch ein bisschen mit ihr feiern.Samstagabend hab ich dann für Lise gekocht während wir X Factor geguckt haben. Sie hat gemeint das ich eine gute Köchin wäre. Hab das alles von hand gekocht, ohne päckchensoße! *stolz*

Und wir haben dank mir sogar einen "Adventskranz":

Das hier ist mein Momentaner Hauptaufenthaltsort: Boole Library, Ebene Q+2 an der Tür mit Rebecca neben mir. Kann man wenigstens manchmal ne kaffepause einlegen und ist nicht alleine ;)
Heute war großes offizielles Weihnachtslichteranknipsen aufm Campus. Menschenmassen, ein Baum als Star und eine Chor der mit Weihnachtslieder für Stimmung sorgte. Sehr schön!

Und hier noch ein paar andre Impressionen vom vorweihnachtlichen Cork

Donnerstag, 29. November 2007

Kurioses und verrücktes

Ja, ich lebe noch. Keine Angst. Ich versinke nur in meinen Prüfungssachen. Ich bin jeden Tag von morgens bis abends an der Uni. Falls man mich erreichen will geht das am einfachsten per E-mail im Moment, selbst wenn ich manchmal nicht antworte.
Aber jetzt zum eigentlichen Post.
In der Zeit die ich hier war hab ich doch schon einiges kurioses gesehen und gelesen von und über Irland. Ein paar Beispiele hier und heute:
Irish Pubs / Alkohol:
1. Es gibt hier in einem Pub nichts zu essen. Für Deutsche kann das eine schokierende Erfahrung sein.
2. Die Pubs sind wie die Tasche von Mary Poppins: man steht davor und denkt es ist winzig und man geht rein und staunt darüber das der Pub drei bis zehnmal so groß ist wie er von außen aussieht.
3. Die Iren schaffen es punkt 1 zur Sperrstunde stockbesoffen zu sein. Ist eigentlich schon ne eigene Kunstform.
4. Man kann hier Samstag abends nach halb zehn und Sonntag vor 1 Uhr keinen Alkohol kaufen. Die wollen das man wenigstens nüchtern in der Messe erscheint.

Kleidung:
1. das eine extrem: Jogginhose, Kaputzenpulli, Turnschuhe... oder Jogginanzüge die aussehen wie Schlafanzüge, hab ich auch schon gesehen...
2. die Tusse: Der Rock ist kürzer als es gut aussehen würde, die Muster sind Grell und Bunt, die Schminke immer ein bisschen zu viel... und das Dekolte zu tief. Und die Schuhe zu Hoch. Oder es muss glitzern. Eins von Beidem. Also heute hab ich eine gesehen die hatte einen sehr kurzen Mantel an (ging gerade bis über den Po) und da war ich anfangs leicht geschockt weil ich dachte sie hätte nix drunter. sie hatte was drunter, das noch kürzer war. O.O Kein Wunder das die Jungs einen hier gern mal angrabschen. ist ja auch ne Einladung sowas. Nur doof wenns keine Irin ist und die einen dann anbrühlt, da gucken die Jungs dann wie Autos.
3. Weitere interessante Dinge: Gemusterte Strumpfhosen... man sollte keine gemusterten Strumphosen anziehen wenn man Krautstampfer hat. Was die meisten Irinen leider haben.

Cork:
1. Cork ist eine selbstreinigende Stadt. Zumindest munkelt man das hier ;) weil man nie jemanden putzen sieht es aber morgens immer sauber ist. Die ganze Kotze und der Mülle den die jungen Iren hinterlassen ist morgens weg. Sehr beeindruckend. Nur ab und an muss man der Hundescheiße ausweichen. Die räumt sich nicht von alleine weg.
2. Cork sieht im Moment aus als wäre ein Weihnachtsmarkt explodiert. Ich hab noch nie so viele Lichterketten gesehen. Und ich glaube nicht das das schon das Ende ist, jeden Tag wird es mehr.

UCC:
1. Man hat hier nur unterrichtsstunden die keine 60 minuten lang sind.
2. Es gibt hier mehr Unimagazine und Zeitungen als es an mancher Stadt Zeitungen gibt. Das Motely, den Express, diese Musicding... wir haben auch ein uniradio glaub ich.
3. Die Bibliothek macht ziemlich früh zu. Und man darf nur 6 Bücher ausleihen.
4. Wir haben eine College Bar, eine Starbucks, noch einen Uni Pub, ein Unicaffee, einen Unisouvenirladen, eine eigene Bankfiliale, einen Buchladen, einen kleinen Lebensmittelladen, einen Schreibwarenladen usw. auf dem Kampus. O.O
5. Man behauptet es würde hier die schönsten Studentinen Irlands geben... na dann.
6. Der Rasen in der Uni leuchtet wenn die Sonne drauf scheint. Ich glaub die Spritzen Leuchtstoff statt dünger...

Das Irische Gesundheitssystem:
1. Hält sich selbst für ein Weltklassegesundheitssystem. Ich schmeiß mich weg vor lachen. Ist eigentlich nicht lustig, aber es ist höchstens ein drittweltgesundheitssystem... Ich kann da Lieder von singen nach meiner Ärzteodyssee letzte Woche.
2. Kann einem schon passieren das einen der Arzt ansteckt. Ich hab den Husten ganz sicher von dem Arzt der mich Sonntag die ganze Zeit angehustet hat.

Mehr fällt mir nicht mehr ein
Bis bald
Jenny

Samstag, 24. November 2007

Elternbesuch

Diese Woche hatte ich Besuch aus der Heimat. Der letzte Besuch für dieses Jahr. und von meinen Eltern. Das war schön sie auch mal wieder zu sehen. Drei Tage hab ich also Fremdenführer durch Cork gespielt. Wir haben ganz viel geshoppt, denn wer jemals in Cork war weiß das die Partricks Street einfach ein Shopping Paradies ist und man sich da sehr gut verweilen kann. Dienstagabend war großes "Deutsches Treffen" bei mir, da es Kässpätzle gab. Da lies sich doch keiner zweimal bitten. Und den Franzosen hats auch geschmekt. Die waren auch toll, bekomm schon wieder Hunger beim nur dran denken.
Mittwochs waren meine Eltern dann alleine unterwegs (zum Beispiel im English Market). Mittags haben wir bei mir Kaffeegetrunken und abends waren wir erst Fish and Chips (oder Chips mit allem mögliche) essen. Kein Wunder das ich hier zugenommen hab bei dem essen oder? Und danach waren wir im Sin É gemütlich dem irischen Alkohol frönen.Donnerstags waren wir erst in St. Finbarres Cathedral und danach bei der Beamishbrauereiführung. Da waren unglaublich viele Studenten. Klar, wos Freibier gibt sind Studenten immer ;). War sehr interessant, selbst wenn man wie ich schon in der Jamesondistillery und in der Guiness Experience war. Beamish ist nämlich das ältestes Irische Stoutbier. Den Rest vom Tag waren wir wieder ein bisschen shoppen. Ich habe neue Schuhe, eine neue Tasche, eine neue Jeans und noch so einiges andre. So viel shoppen war ich schon lange nicht mehr. Abends waren wir beim Chinesen. Sehr lecker, den kann ich weiterempfehlen.
Das war auch schon wieder der Besuch. Jetzt bin ich wieder alleine, am Husten und am lernen. Toll!
Grüße
Jenny
PS: Es weihnacht

Donnerstag, 22. November 2007

Thanksgiving

Thanksgiving Frühstück mit den Amerikanern. Wir haben einfach früher in Irisch schluss gemacht und da ich eh gerade zeit hatte eine Stunde hab ich mich angehängt (und versucht amerikaner zu sein *g*) War wirklich lustig. Und es gab lecker muffins, Mangopudding, Schokopudding, Melone usw. Die Amerikaner wissen schon wie man ein schönes Frühstück gestaltet. Komisch war nur das es einen Tag vor Thanksgiving war, das ja bekanntlich heute ist.Kat und Megan. (Und das leckere Frühstück ;))
Möchte vielleicht jemand von euch ein paar Amerikanern Konstanz zeigen? Josh aus L.A. und Elizabeth aus Östereich ;) Ich war nicht die einzige nichtamerikanerin am Tisch!
es kann sein das die auch an den See runter fahren und es wäre nett wenn sie jemand ein bisschen rumführt. Die kommen die Woche vor Weihnachten. Wer schreit hier?

Sonntag, 18. November 2007

WG Leben

Auch wenn es manchmal etwas stressig sein kann in einer WG zu Leben hat es auch seine schönen Seiten. Wenn man mal geregelt hat wer was wann zu putzen hat und es dann langsam auch mal klappt kann man sich den schöneren Seiten des WG-Lebens widmen. Man kann zusammen kochen und dabei gleich den deutsch-französischen Kulturaustausch kullinarisch auf die Spitze treiben. Oder man kann einfach einen schönen WG Fernsehabend machen. Zumindest zu dritt haben wir das hingekriegt. Ok, die meiste Zeit nur Lise und ich aber das ist auch lustig, wir verstehen uns prima. Deshalb haben wir uns Samstag auch schön zusammen vor X Factor gesetzt (Das Englische Deutschland sucht den Superstar Gegenstück) und schön was gegessen. Danach haben wir noch beschlossen Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil) zu gucken. JF hat sogar einen Teil des Films durchgehalten. Aber ich glaube da war zu viel Romantik und zu wenig Aktion drin für ihn. Dazu gabs lecker Popcorn.
Und heute haben Lise und ich zusammen ein bisschen Winterzauber in der Küche verbreitet. Schaut selbst, schöne schneeflöckchen am Fenster! Und ein Schneemann ist auch schon da. Jetzt kann der Dezember ja kommen ;)
Liebe Grüße
Jennifer

Samstag, 17. November 2007

Zwei Monate

Heute vor zwei Monaten bin ich nach Irland aufgebrochen und ich finde es ist die richtige Zeit für ein erstes Resümee. Über Irland, einen Auslandsaufenthalt und neue Anfänge.

Jedes Mal wenn man umzieht fängt man quasi wieder bei Null an. Man kennt die Stadt nicht, man weiß nicht wie die neue Wohnung sein wird oder die Gegend in der man lebt und man hat keine Familie, keine Freunde vor Ort die einem Helfen. Das letzte trifft bei mir nur teilweise zu. Immerhin war Rebecca schon hier bis ich herkam was mir den Start sehr erleichtert hat. Dennoch gibt es Momente in denen man unglaubliches Heimweh bekommt. Man vermisst es einfach Freunde anrufen zu können und sich auf einen Kaffee zu treffen. Oder nach Hause zu fahren und die Familie zu sehen. Oder einfach mal wieder ein Wochenende beim Freund zu verbringen. Und manchmal kommt das auch alles zusammen, dass sind die schlimmsten Zeiten.

Aber das sind meistens Gott sei dank nur Phasen und die meiste Zeit hat man gar keine Zeit Heimweh zu haben. Man lernt viele neue Leute kennen, man lernt eine andre Kultur kennen und meistens lernt man auch eine neue Sprache… auch wenn die Iren angeblich Englisch sprechen ist man am Anfang mit dem Starken Akzent doch ein bisschen überfordert. Es passiert auch jetzt noch das irgendwo auf dem Markt jemand etwas zu mir sagt und ich einfach nur denke „What the F***?“. Aber ich habe in Dublin gesagt bekommen dass man mir anhört, dass ich aus Cork komme. Oh Gott, es färbt schon ab O.O!

Und Irisch ist wirklich auch keine Einfache Sprache. Man schreibt einfach nichts so wie man es schreibt. Sehr seltsam. ;) Ein Beispiel: Dhi Dhuit (gesprochen Diuchit). Und das ist noch ein einfaches Beispiel, andre kann ich mir gar nicht merken ;)

Weitere Erkenntnisse: Cork ist die richtige Stadt für mich gewesen. Ich bin mittlerweile froh hier gelandet zu sein und nicht in Dublin. Selbst wenn das Trinity eine Zierde für meinen Lebenslauf wäre, was bringt mir das wenn ich nicht glücklich bin in der Stadt. Und das bin ich die meiste Zeit in Cork. Es ist eine schöne Stadt mit genau der richtigen Größe. Man hat alles was man braucht, aber es ist nicht so übervoll wie Dublin. Und es ist viel sauberer. Auch wenn man Nachts manchmal aufpassen muss dass man nicht in erbrochenes tritt, morgens ist die Stadt blitzblank, bis auf Hundehaufen ab und an.

Nun zu den Iren. Ich muss sagen, es ist doch schwerer Iren kennenzulernen als man denkt. Man landet automatisch in der International Students Community. Das heißt man kennt plötzlich Leute aus ganz vielen Ländern (und vor allem ganz viele Deutsche aus andren Städten) aber kaum wirklich Iren. Bis jetzt sind es fünf. Drei davon durch unsre Photography Society. Zwei wohnen in der WG unter uns. Schon lustig wenn man bedenkt das man in Irland wohnt. Aber ich bin ja auch erst zwei Monate hier. Six to go then.

Aber was man sonst so von den Iren sieht ist schon sehr interessant. Sie sind ein nettes, aufgeschlossenes Volk. Ich hab auch noch nie so nette Busfahrer gesehen wie hier. Die sind so hilfsbereit. Richtig überraschend für mich als Deutsche. Auch wenn man die Leute auf der Straße fragt, sie helfen einem immer. Sie sind einfach ein unglaublich nettes Volk mit dem man schnell ins Gespräch kommt. Und sie haben nicht wie die Engländer ein Problem mit Deutschen. Das ist doch sehr angenehm.

Die Freshers (neulinge) an der Uni sind dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Die sind glaube ich grade mal 18 wenn sie auf die Uni kommen und lassen erstmal richtig die Sau raus. Wenn Mami mal nicht mehr mitkriegt ob man gesoffen hat oder nicht kann man auch nach Hause krabbeln. Und die meisten machen das auch jedes Wochenende und auch sehr häufig unter der Woche (vielleicht fangen die Vorlesungen deshalb frühestens um 9 an). Die Mädels leiden meistens unter gewaltiger Geschmacksverirrung was Klamotten angeht. Je kürzer desto besser, je größer der Ausschnitt, desto besser. Wirklich erstaunlich. Lustigerweise hat Irland ein absolutes Trinkproblem und ein absolutes Problem mit Teenagerschwangerschaften. Woher das nur kommt??? Vielleicht daher das viele junge Mädels hier nach einer gewaltigen Menge Alkohol einfach nicht mehr wissen was sie tun? Passiert, sieht man ziemlich oft. Man sieht auch oft das junge Mädels am Straßenrand liegen und einfach nicht mehr weiter nach Hause kriechen können. Eigentlich traurig.

Die Universität ist auch so ein Fall für sich. Der Standard ist definitiv anders. Ich darf hier als Undergraduate nur sechs Bücher ausleihen. Sechs Bücher O.O? Wie soll man denn da eine Hausarbeit schreiben? Und man kriegt mit 70 % noch einen First Class Honours Degree. Das entspricht anscheinen einer 1+ im Deutschen. Wahnsinn! Und das Studium ist eher leichter als schwerer! Hab ja meine erste Klausur schon geschrieben und gleich mal einen First Class Honours abgesahnt *yay* bin stolz auf mich :D. Bin mal gespannt wie mein erstes Essay war. Das ist immer schwer einzuschätzen.

Ein Fazit vielleicht an dieser Stelle: Irland ist wirklich schön, und ich bereue es nicht gegangen zu sein, aber ich vermisse euch alle! Ich hoffe ihr vermisst mich auch ein bisschen.

Kommentare sind übrigens definitiv erwünscht ;)

Das wars für Heute

Eure Jennifer

Montag, 12. November 2007

Dublin... finally

Die letzten Tage war ich mit Daniel in Dublin. Nachdem wir uns jetzt acht Wochen nicht gesehen hatten wurde es wirklich Zeit... aber ein Wochenend ist kurz und wir haben viel unternommen wie ihr gleich sehen werdet.Bei Nacht ist Dublin am schönsten, wie die meisten Großstädte eigentlich. Viele bunte Lichter überall. Das obere Bild ist mit Daniels Kamera gemacht, das untere mit meiner. Man siehts an der Verwackelung. Die kleine Kamera hat eben auch ihre Grenzen. Aber sie war ihr Geld definitiv Wert.
Ich hätte den Blogeintrag auch "Es weihnachtet sehr" nennen können, denn in Dublin wird man von Lichterketten quasi geblendet und singende Weihnachtsmänner und Schneemänner grinsen einen aus jeder Ecke an. Ich wollte ja nicht glauben das die so schlimm sind wie die Amerikaner, aber so langsam glaub ichs doch...wenn ich auf den Bildern drauf bin hab ich die logischweise nicht selber gemacht ;) das war dann Daniel.
Ich pick jetzt einfach Mal ein paar Highlights von Dublin raus. Sonst sprenge ich den Blograhmen ;). Ein Highlight war definitiv die Besichtigung der Guinnessexperience. Das ist ein Guinessmuseum, wo man erfährt wie Guinness gemacht wird, wers erfunden hat und was es so noch alles zu wissen gibt. Unten seht ihr auch das berühmte rubinrote Gesöff. Für die 14 € die man als Nichtstudent für den Spaß blecht kriegt man am Eingang eine Plastikeintritskarte (naja karte ist es nicht direkt) in der ein Tropfen Guinness eingeschlossen ist und am Ende in der Bar ein Guiness oder ein Alkoholfreies Getränk. Ich hab lieber eine Cola genommen und mir dafür hinterher ein T-Shirt gegönnt. Der Wasserfall ist auch im Guinessmuseum. Symbolisiert das kristallklare Wasser aus dem Guinnes gebraut wird.
Weitere Berühmte Dinge in Dublin sind: Die Wall of Fame, wo die berühmtestesn Irischen Musiker zu sehen sind. Ich hab nur U2 und Sinnead O'Conner erkannt. Die könnten ja wenigstens drunter schreiben wer das ist, vielleicht würde man sie dann eher erkennen.Das Great Famine Monument am Fluss Liffey. Sehr eindrucksvoll und ich glaube es trifft den Zustand damals doch richtig gut.
Eine weitere Berühmtheit: Molly Malone. Sie war die Tochter eines Fischhändlers und das schönste Mädchen der Stadt angeblich. Nachts hat sie dann im Horizontalen Gewerbe gearbeitet. Warum genau hat die Frau ein Denkmal?Der Stecken, offiziell Spire genannt ist anscheinend ein Denkmal für ein Denkmal für irgendeinen Krieg das in irgendeinem andren Krieg zerstört wurde. So ganz verstanden hab ich das ja nicht... die Spinnen die Iren. Praktisch ist es aber um den Stadtkern wieder zu finden. Das ist das Herz von Irland und das Ding sieht man ziemlich gut von weit weg. Wir waren natürlich auch im alt ehrwürdigen Trinity College. Und ich bin wirklich froh das ich in Cork gelandet bin. Mir gefällt die Uni nicht, und die Stadt auch nicht wirklich. Cork ist viel irischer, schnuckliger und die UCC ist viel schöner. So das wollte ich mal gesagt haben. Im Trinity kann man sich dafür das Book of Kells anschauen. Wirklich beeindruckend. Und die Long Hall ist auch sehr schön. Leider darf man da nirgends Bilder machen. Und man zahlt natürlich wieder mal schön Eintritt dafür. Touristen kann man halt gut ausnehmen.
Und am Ende eines jeden Tages waren wir müde und die Füße platt ;)Zum Schluss noch was zum Schmunzeln: Es ist leider wahr!
Gute Nacht, ich versuche endlich meine doofe Erkältung los zu werden.
Jennifer

Mittwoch, 7. November 2007

Arbeit

Nur ein kurzer Beitrag zum Thema "Die macht ja nur Party in Irland". Ich wollte schon länger mal anmerken dass das nicht der Fall ist hatte nur lustigerweise einfach keine Zeit die letzten zwei Wochen da ich gut damit beschäftigt bin zu lernen und zu schreiben. Dienstag hab ich nämlich meine erste Klausur geschrieben die ganz annehmbar war, denke ich. Und im Moment schreibe ich gerade einen 1500 Wörter Essay über meinen irischen Lieblingspoeten W.B. Yeats. Es ist eine Kunst eine wissenschaftliche Analyse über einen 37 Gedichte umfassenden Lyrikband in nur 1500 Wörter zu packen... wie soll das gehen? Komisch, wirklich. Wenn man erwähnt das man in Deutschland Hauptseminarsarbeiten mit 20 Seiten schreiben muss, dann wird man hier nur groß und entsetzt angeguckt. 20 Seiten? So unterschiedlich sind die Länderstandards eben.
Hier Mal ein Gedicht aus dem Lyrik-Band "The Wind Among the Reeds" über den ich gerade schreibe.
HE WISHES FOR THE CLOTHS OF HEAVEN
Had I the heavens' embroidered cloths,
Enwrought with golden and silver light,
The blue and the dim and the dark cloths
Of night and light and the half-light,
I would spread the cloths under your feet:
But I, being poor, have only my dreams;
I have spread my dreams under your feet;
Tread softly, because you tread on my dreams.

Liebe Grüße
Jennifer

Montag, 5. November 2007

Galway

Meine lieben, das wird ein sehr sehr bilderreicher Post. Und ich kann euch trotzdem nicht all die tollen Bilder zeigen die ich gemacht habe. Das sind nämlich knapp 250 Stück (und die sind schon aussortiert...).
Man sieht nicht das wir eine Photography Society sind oder? Nein. Ich denke das sieht man überhaupt nicht... Wir haben alle einen Schlüsselanhänger gekriegt und kriegen vielleicht sogar bald noch Society Pullis *yay*Schafstau ist nix außergewöhnliches in Irland. Kein Witz!
In Galway haben wir uns nur zum schlafen und weggehen aufgehalten, deshalb kann ich über die Stadt leider nicht viel sagen. Das was ich gesehen habe hat mir sehr gut gefallen und deshalb würde ich da auch gerne nochmal hinfahren. Toll finde ich das diese Stadt noch eine richtig irische Stadt ist und nicht so cosmopolitisch wie es Dublin schon zu sein scheint und man es in Cork so langsam auch merkt. In Galway findet man auf der Straße Künstler die noch Harfe spielen können, wie man an dem Video sieht.

Und man kann abends in einen Pub gehen und sich fast sicher sein das Livemusik ist. Und das schönste ist dann wenn die Leute spontan mitsingen oder eine kleine "Riverdance" aufführung hinlegen wie wir es erlebt haben. Leider hab ich davon kein Foto gemacht...
Auf der Hinfahrt haben wir uns gleich ein Schloss angeschaut dessen Namen ich irgendwie vergessen habe... Den Rest der vierstündigen Hinfahrt haben wir damit verbracht rauszufinden das die Iren in Erdkunde nicht so die Weltmeister sind. Zumindestens nicht der von der Society. "Was ist die Hauptsadt von Australien?" - "Brasilien?" Ahhhhhhhhhhhhhhhhh
Am gleichen Abend waren wir natürlich noch im Pub wo es Livemusic gab, wie ich oben schon geschrieben hab. und natürlich das ein oder andre Pint ;)
Am zweiten Tag ging es dann gleich auf nach Conemara. Für die die glauben dass das eine Stadt ist: falsch gedacht! Das ist nämlich eine Landschaft. Deshalb sind wir in der Stadt auf die manch Amerikaner gewartet hat auch nie angekommen :DDas Bild ist in Cong aufgenommen. Das ist eine Klosterruine mit sehr schönem Park, wo wir halt gemacht haben in Conamerra.
Leider hatten wir das ganze Wochenende kein bisschen Sonne (aber auch kein Regen!). Das gibt den Bildern aber noch mehr von der eigentümlichen Irischen Landschaft. Ich hoffe sie gefallen euch.
Am Tag drauf waren wir dann in den Burren und bei den Cliffs of Moher. Das sind die auf dem Bild. Hat sicher jeder schonmal von gehört. Das ist ziemlich hoch und es war empfindlich kalt (für irische Verhältnisse). Aber unser Busfahrer war toll, wir konnten immer sagen wenn wir irgendwo anhalten wollten um Fotos zu machen. Er wusste ja das er eine Photosociety durch die gegend fährt.Die Burren sind bekannt für ihre steinige Landschaft. Überall liegt Kalkstein herum. Bergeweise. Und überall hat jemand Mäuerchen gebaut. wer das nur war...
Das einzige negative am Trip war das wir viel zu wenig Zeit hatten um uns alles wirklich anzuschauen. Wer sich wirklich Irland richtig anschauen will sollte sich ein Auto nehmen und mindestens zwei Wochen einplanen. Noch besser ist auf den Straßen wahrscheinlich ein Motorrad, aber nur im Sommer.
Äußerst positiv ist das ich jetzt mit meiner Kamera richtig umgehen kann. Wir haben alles rausgeholt, alle einstellungen durchprobiert und alle seltsamen Filter und sonstige Sachen ausgereizt. War sehr spaßig aber auch manchmal verwirrend. Warum macht die Kamera das nichts so wie ich will? Naja, meistens macht sie was sie soll...
Das wars für heute
Jennifer